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Urheberrechte

Filme im Unterricht - so sieht`s rechtlich aus

Nach einem langwierigen Rechtsstreit (Basis: Urheberrechtsgesetz) zwischen Verwertungsgesellschaften und Schulerhaltern ist nun auch die Situation für die Kärntner Pflichtschulen geklärt:

Schulerhalter müssen Vergütungen an die Verwertungsgesellschaften zahlen, und zwar für den Einsatz von Filmen im Unterricht.

:: Rechtssicherheit

LehrerInnen können Filme (aus legalen Quellen) ohne Bedenken verwenden. Bundesschulen haben diese vertragliche Regelung bereits seit 2003.

Alle Schulerhalter Kärntens haben in den letzten Wochen der Zahlung auf Basis des Vertrages der Verwertungsgesellschaften mit dem Land Kärnten zugestimmt. Pro Schülerin und Schüler werden künftig die Schulerhalter (Gemeinden und Land Kärnten) einen Beitrag von € 0,75 an die Verwertungsgesellschaften zahlen müssen. Nachgezahlt werden mussten die Beiträge bis einschließlich dem Schuljahr 2006/07. Die organisatorische Abwicklung wurde dem Medienzentrum übertragen. Da dadurch den Verwertungsgesellschaften viel Aufwand erspart wurde, konnte der Beitragssatz niedrig gehalten werden. In den ersten Verhandlungsrunden wurde von einem doppelt so hohen Beitrag ausgegangen.

:: Was bedeutet das für Ihren Unterricht?

Lehrerinnen und Lehrer sind jetzt auf der rechtlich sicheren Seite, wenn sie Filme in der Klasse zeigen. Künftig können beispielsweise selbst aufgenommene Fernsehsendungen oder Filmausschnitte auf Youtube ohne rechtliche Bedenken im Unterricht gezeigt werden.

:: Ausnahmen

1. Bild- und Schallträger, die unter Verletzung von Vervielfältigungs- oder Verbreitungsrechten (z.B. Raubkopie) hergestellt oder in den Verkehr gebracht worden sind, dürfen im Rahmen des Unterrichts nicht verwendet werden. Das betrifft auch illegale Kopien im Internet.

2. Auf Veranstaltungen, die in keinem Zusammenhang mit dem schulischen Unterricht stehen, findet der Vertrag – auch wenn die Schule als Veranstalter auftritt – keine Anwendung (z.B. Schulbälle, Feierlichkeiten und Festlichkeiten jeder Art, Schulfeste und sonstige Unterhaltungsveranstaltungen). Dies gilt insbesondere für Veranstaltungen, die von Elternvereinen etc. ausgerichtet werden.

3. Die Vergütung nach § 56c UrhG betrifft nicht Filme, die über das Medienzentrum bezogen werden. Sie steht in keinem Zusammenhang mit den Medienrechnungen und Medienpauschalen, die das Medienzentrum für den Einsatz seiner Medien (Medienverleih und Online-Medienverleih) an die Schulen in Rechnung stellt.

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T 050 536 16054
F 050 536 16000

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Donnerstag und Freitag
08.00 bis 12.00 Uhr

GRAFIK / ERICH ANGERMANN

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